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GORILLA Tourtagebuch: Tag 12 – Jugendgefängnis Regis-Breitingen

JSA Gorilla

Der Alltag im Jugendgefängnis! Maxi erzählt über den Tag „hinter Gittern“!

Wenn die Inhaftierten der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen im wahrsten Sinne des Wortes beim Breakdance Workshop Kopf stehen, auf Skateboards durch die Gänge rauschen und ambitionierte Jungs über Tische hüpfen, Saltos üben und sich an der „Flag“ probieren als wären sie Spiderman, dann ist die Crew von GORILLA da. Wie der Tag in der JSA war und was die Beteiligten dazu sagen, erzähle ich dir hier auf unserem Blog.

Normalerweise sind wir ja eher in Schulen unterwegs und zeigen dort unsere Skills, warum es wichtig ist sich gesund zu ernähren und einen gesunden Lifestyle zu führen. Am vergangenen Montag war aber alles etwas anders. Johnny und Omar, Schüler der JSA Regis-Breitingen, haben sich bei uns auf die GORILLA Ausschreibung des bundesweiten Schülerwettbewerb #winworkshop beworben. Ein kreativer künstlerischer Beitrag sorgte dafür, dass sie den GORILLA Workshop gewannen und gestern erleben durften. So hiess es dann für das komplette GORILLA Team: „Ab in die Knast Schule!“ –

GOOD TO KNOW:  Auch hinter Gittern gibt es Schulen. In dem Jugendgefängnis Regis-Breitingen können Inhaftierte ihren Haupt- und Realschulabschluss machen! 

Schon einige Tage vor dem Workshop in Regis-Breitingen wurden die Coaches etwas nervös. Fragen wie „Werden die Inhaftierten respektvoll mit uns umgehen?“, „Was machen wir wenn wir angegriffen werden?“ kamen im Team das ein oder andere mal auf. Daß man in den „Knast“ geht, ist ja nicht ein alltägliches Ding. Gemischte Gefühle waren bei uns allen vorhanden. Angst, Vorsicht, Vorfreude, Neugierde standen auf unserer Tagesordnung.

Um 5 Uhr früh klingelte mein Wecker. Gut geschlafen hatte ich nicht, das lag wohl an meinen nervösen Gedanken die mich die ganze Nacht begleitet haben. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde dass ich keinen Schiss hatte. Naja, die Gefühle am Morgen wurden überspielt, „wird schon schief gehen“ dachte ich mir. Schnell gefrühstückt, 6Uhr früh – Abfahrt aus unserem Hostel, 6.15Uhr stand das komplette GORILLA Team vor den geschlossenen Gefängnis Toren. Die Stimmung war etwas bedrückend. WIR: HIER DRAUßEN IN FREIHEIT – DIE: DA DRINNNEN IN GROßEN BUNKERN. Ein komisches Gefühl! 10 Minuten später ging das große quietschende Stahltor auf. LOS GEHT ES! Wir mussten in die Schleuse, dort unsere privaten Sachen und Personalausweis abgeben, schnell noch durch einen Metalldetektor,  und weiter ging es in den Innenhof der JSA. Dort erwarteten uns große „Häuser“ mit vielen kleinen Fenstern mit Gittern gesichert. Ein grüner Innenhof, mit Fussballplatz, sowie jede Menge geschlossene Eisentore und Stacheldrahtzäune.

ET VOILA! Hier bin ich nun, mein erstes Mal im Knast.

Die GORILLA Gruppe wurde aufgeteilt, jede Gruppe bekam seinen eigenen Vollzugsbediensteten zugestellt. Zum auf- und zusperren der Gittertüren, und für den Fall der Fälle, falls es einen „Fall der Fälle“ geben sollte. Die verschiedenen Sportstationen wurden aufgebaut, Skateboards verteilt, Musikboxen getestet, und Team Ernährung schnibbelte was das Zeug hält…denn die Inhaftierten haben Hunger, VIIIIEL HUNGER! Ich staunte nicht schlecht, als ich draußen schon ein paar Inhaftierte gesehen habe. Schnell stellte ich fest warum die „Girls“ aus dem Ernährungsteam extra viel Lebensmittel dabei hatten. Die Jungs hier drinnen sind zwar alle jung, jedoch haben sie alle Körper wie Sylvester Stallone in seinen besten RAMBO Jahren. Kommt wohl vom Gewichte stemmen…dachte ich mir….ob das wirklich so ist, und wie die Workshops liefen erfahrt ihr morgen von mir!

STAY TUNED! AND BE HAPPY TO BE FREE!